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Heute in Phnom Penh
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Angkors
Tempel
Karte
von Angkor Wat
Preah Koh,
879 n.Chr.: König Indravarman I.
Nach pausenlose Kriege, verlegte
König Indravarman I (877-889) die Hauptstadt nach Hariharalaya und lies den
Tempel Preah Koh zur Erinnerung an den ersten großen Herrscher des Landes,
Jayavarman II errichten. Schon bei diesem ersten Tempel von Rollos, treten neue
Züge hervor. Die Wechselbeziehung von Architektur und Raum und das bewußte
Bemühen um die Untergliederung der Tempelanlage als ein Heiligtum, das die
Weltordnung symbolisiert. Preah Ko trägt auf seiner Plattform sechs Türme aus
Ziegelmauerwerk. Die drei frontal aufgeführten Türme in der ersten Reihe sind
mit Statuetten der vergöttlichten Ahnen des Königs in der männlichen Linie
verziert, und die drei Türme in der zweiten Reihe zeigen Wiedergaben der
Vorfahren in der weiblichen Linie.
Bakong, 881
n.Chr.: König Indravarman I.
Dieses erste große Bauwerk errichtet als Stufenpyramide mit fünf Absätzen,
wird von einem in seiner Form und den Proportionen als klassisch zu
bezeichnenden Turm gekrönt. Die Pyramide wird von zwei Umfriedungen, einem 60 m
langen Graben eingefaßt. Die Höhe der Absätze des Terrassenunterbaus, auf dem
der Turm ruht, verringert sich nach oben zu. Auch hier flankieren
Löwenplastiken als Wächterfiguren die Treppenaufgänge. Wenn man sich auf der
ersten Terrasse befindet, die sich 15 m über der Ebene des Haupteingangs erhebt,
kann man den zentralen Turm gut sehen - den Gipfel jener Pyramide, der von acht
niedrigen Türmen umringt wird. Auf diese Weise ist hier das Hauptheiligtum
deutlich herausgehoben und dient erstmals als dominierendes Zentrum der
Komposition.
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Lolei,
893 n.Chr.: Yasovarman I.
Nach dem Tod seines Vaters, Indravarman I., baute sein Sohn, Yasovarman
I., den letzten Tempel im Gebiet Roluos. Dieser Tempel lag inmitten des
ersten in dieser Region erbauten Barays, und war ursprünglich nur mit dem
Boot erreichbar.
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Phnom Bakheng (
Ende 9.Jh.): Yasovarman
I.
Ein 60 Meter hoher Hügel, wurde zum natürlichen Postament der neuen Hauptstadt
Phnom Bakheng, der ersten nach dem Verlassen des Gebietes von Hariharalaya. Kurz
nach dem Tode Indravarman II. verlegte sein Sohn das erste mal die Hauptstadt in
das Gebiet Angkors
Prasat
Kravan, 921 n.Chr.: König Harshavarman I.
(Tempel der Koh Ker-Ära, 921-944), Für einen sehr kurzen Zeitraum, während
der Regierungszeit König Jayavarman IV. wurde die Hauptstadt aus Angkor nach
Koh Ker, nördlich von Angkor verlegt. In dieser Periode wurde der Tempel aus
Ziegelstein erbaut. Auch wenn dieser Tempel sehr klein und von Außen nicht
besonders beeindruckend wirkt, enthält er im inneren der Wände des Heiligtums,
wunderschöne Ziegelreliefs. Noch niemals waren in Kambodscha Ziegel für
Reliefs verwendet worden. Das Innere der Heiligtümer wurde nur selten, und nach
der Koh Ker Epoche überhaupt nicht, mit Basreliefs ausgestattet. Hier
durchdringt eine seltene Dynamik die ganze plastische Darstellungen von Vishnu
und Lakshmi, und sind ein Zeugnis der großen Khmer Kunst.
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Mebon, 952 n. Chr.: König
Rajendravarman II.
Der östliche Mebon und sein Nachbartempel wurden vom selben König,
Rajendravarman II, erbaut, und steht im Mittelpunkt des östlichen Baray
(See) und war daher ursprünglich nur mit dem Boot zu erreichen. Der
künstliche See hatte eine Länge von ca. 7 km und eine Breite von ca. 2
km und wurde durch dem Siem Reap Fluß gespeist. Heute steht der Tempel
zwischen Reisfelder, seine damalige Lage jedoch, die Vervielfachung als
Spiegelbild in mitten des Wassergraben, zaubert ein Bild eines
phantastischen Bauwerks hervor.
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Pre Rup, 961 n. Chr.: König
Rajendravarman II.
Gegen Ende des 10. Jahrhunderts kamen die Galerien (lange umlaufende
Wandelgänge) auf. Anfangs war nur die untere Terrasse von einer Galerie umzogen,
wie beim Pre Rup und Takeo. Der Tempel Pre Rup muß als eine Familiengruft des
Königs gedient haben. Der Hauptturm und Hauptheiligtum, ruht auf einem
zweistufigen Sockel, zu dem von allen Seiten breite Treppen führen, die
wiederum von prächtigen Wächterfiguren in Gestalt von Löwen flankiert sind.
Banteay Srei, 967 n.Chr.:
König Rajendravarman II. & König Jayavarman V.
„Die Zitadelle der schönen Dame“. Es ist eine der wenigen Denkmäler, das
nicht für den herrschenden König erbaut wurde, sondern für einflußreiche
Höflinge. Der mächtige Brahmane fiel Ende der Regierungzeit König
Rayendravarman in Ungnade. Er zog sich vom Hofe zurück und lies 30 km
nordöstlich von Angkor dieses Bauwerk errichten, das eine Perle der Khmer-Architektur
geworden ist. Banteay Srei ist eine Komposition von einzigartiger Schönheit.
Nirgends und niemals sonst in der plastischen Gestaltung eines Bauwerkes ist
eine solche Vollkommenheit erreicht worden. Die klassisch ausgewogenen und
dennoch höchst lebendigen Figuren, verteilen sich auf alle Wandflächen.
Takeo,
Anfang 11. Jh.
König Jayavarman V. & Suryavarman I.
Begonnen am Ende der Regierungszeit Jayavarmans V. (968-1001), blieb dieses
Bauwerk unvollendet. Es ist das einzige Tempelgebäude in Angkor, daß nicht mit
Skulpturen verziert ist, worauf der Name “Steinmasse” hinweist. Gerade
deshalb, weil die Wände völlig glatt sind, frei von jeglichen Dekor, zeichnet
sich seine Silhouette besonders deutlich vor dem Hintergrund des Himmels ab.
Nördlicher
& Südlicher Khleang, Anf. 11.Jh.: König Jayavarman V. & Suryavarman I
Die beiden Khleangs sind identische Bauten mit unbestimmter Funktion. Der
nördliche wurde zuerst erbaut. Inschriften tragen die Jahreszahl 1002 bis 1049.
Danach Mittagessen im Hotel.
Phimeanakas,
Anfang 11 Jh.: Suryavarman I.
Die sich abzeichnenden neuen Züge, auf der einen Seite die Unterteilung in
Etagen, auf der anderen ihre Verschmelzung durch Umgehungsgalerien, sind am
besten im Phimeanakas (Luftpalast) zu beobachten. Dieses Denkmal befindet sich
innerhalb des Palastkomplexes und galt als Königskapelle. Hier mußte sich der
Herrscher, laut einer alten Sage, genau um Mitternacht mit der Naga treffen, der
schönen Schlangenprinzessin und Schutzherrin des Staates.
Baphuon,
Anfang 11. Jh.: König Udayadityavarman II.
Nach den erhaltenen Inschriften zu urteilen, ist der gewaltige Baphuon, bei dem
alle Etagen der Pyramide Umgehungsgalerien aufweisen, in einem sehr kurzen
Zeitraum erstellt worden, in nur elf Jahren. Leider sollte dieser Tempel das
Auge der alten Einwohner Angkor Thoms nur kurze Zeit erfreuen. Bald nach der
Fertigstellung stürzte die obere Etage ein. Der Hauptgrund für den Einsturz
ist wohl darin zu sehen, daß bei der Errichtung Holzbalken eingezogen wurden,
das schnell verfaulte und Leerräume im Mauerwerk hinterließ. Außerdem wurde
der Hauptturm mit schweren vergoldeten Kupferplatten verkleidet.
Angkor Wat,
Anfang 12 Jh.: König
Suryavarman II.
Gipfel der klassischen Baukunst. Den ganzen Nachmittag können Sie die
Eindrücke dieses grandiosen Bauwerks auf sich wirken lassen. Angkor Wat ist ein
einzigartiges Ensemble von Superlativen. Die vorangegangenen Bauten waren
Vorbild für diesen klassischen Khmer-Tempel. In ihm ist die architektonische
und künstlerische Vollkommenheit erreicht. Unter den auf dem Territorium dieses
Landes erhaltenen Bauwerken ist Angkor Wat das mächtigste Bauwerk von
Kambodscha und darüber hinaus einer der größten Tempelkomplexe überhaupt.
Die Mauern umfassen ein gewaltiges Areal von 1500x1300 Meter.
Banteay
Samre, Mitte 12.
Jh.: König Suryavarman II.
Der Name „Samre“ deutet auf eine am Phnom Kulen lebende Minderheit hin, mit
denen die Khmer in einer Handelsbeziehung unterhalten haben. In der Komposition
und Gestaltung des Bauwerkes, sind die klassischen Merkmale aus dieser Periode
wiederzufinden. Eine 200 m lange Terrasse führt zur Äußeren Umfriedung. Das
Hauptheiligtum erhebt sich ist einzigartig in die Höhe.
Südliches
Stadttor von Angkor Thom: König Jayavarman VII.
Im 10 Jh. bestand die Mauer von Angkor Thom (Angkor=Stadt und Thom=Groß) nur
aus einem Erdwall. Später, unter König Jayavarman VII. erhielt die Stadt eine
gewaltige Stadtmauer aus Lateritstein, von insgesamt 12 km Länge, mit fünf
Eingangstoren. Vier in der Mitte jeder Seite der Umfriedung und ein
zusätzliches im östlichen Mauerteil, daß “Siegestor”. Es ist jene Stelle,
die das Heer Jayavarmans VII. nach dem zweiten bedeutenden Sieg über die Thais
im Jahre 1181 passiert hatte. Das Südliche Stadttor ist das am besten erhaltene.
Ta Prohm, 1186 n.
Chr.: König Jayavarman VII.
Fünf Jahre nach der Krönung des Königs Jayavarman VII, wurde dieser Tempel
seinen Hauptgottheiten geweiht. Er ist auch heute noch ein Tempel voller Reiz,
da er in einem Zustand der Verwilderung belassen, und seine Ruinen verschmelzen
mit den mächtigen Bäumen, deren riesige und manchmal ungeheuer wirkende
Wurzeln das Mauerwerk malerisch umschlingen und durchdringen. Dieses großes
buddhistisches Kloster mit fünf Umfriedungen, wurde der Mutter Jayavarmans VII.
gewidmet. Laut Steleninschriften entnehmen wir, daß im Tempel mehr als 7 Tonnen
Gold und 700 Tonnen Bronze zur Verkleidung des Tempels verwendet wurden, und
hier 12.640 Menschen lebten.
Banteay Kdei, Ende 12. Jh.:
König Jayavarman VII.
Tempel mit vier Umfassungsmauern von denen die Äußere 700 x 500 Meter mißt.
Es bestehen Anzeichen von mindestens zwei Bauphasen. Der König zog sich in
diesen Tempel zur spirituellen Vorbereitungen zurück, in dem einige Hundert
Mönche lebten.
Sras Srang,
Ende 12. Jh.: König Jayavarman VII.
Dieses von einer 700 x 300 Meter große Terrasse umgebene Bassin diente dem
König zu seinen spirituellen Waschungen. Eine Treppe, flankiert von Löwen und
Nagas führt zum künstlichen Teich. Auf einer heute noch erhaltenen Insel in
der Mitte, stand früher ein hölzernes Heiligtum.
Preah Khan
(1191 n. Chr.):
König Jayavarman VII.
Die Königsstadt, dem Vater Jayavarmans VII. gewidmet, bildet ein Rechteck
mit den Ausmaßen 700x800 Metern. Die Mauern der wichtigsten Heiligtümer waren
in vergoldeter Bronze gefaßt: die Stele erwähnt in der Tat, daß man im Tempel
zu diesem Zweck etwa 60 Tonnen Gold und wahrscheinlich 4.800 Tonnen Bronze zur
Verkleidung gebraucht hat. Besonders anziehend in ihrer lebendigen
Unmittelbarkeit sind die Reliefs mit den Apsaras, die unten an den Säulen und
den Portikustürmen angeordnet sind, und nicht als prächtige und unnahbare
Himmelsbewohnerinnen auftreten. Die eine beugt sich herab, und richtet den
Schmuck am Bein, eine andere hat sich hingesetzt und stützt den Kopf in die
Hand.
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Neak Pean (Ende 12 Jh.):
König Jayavarman VII.
„Die ineinander verschlungene Naga“. Wahrscheinlich ist der Platz, an dem
der Tempel angelegt wurde, seit frühsten Zeiten ein heiliger Ort gewesen, und
die heilkräftigen Eigenschaften des Wassers waren lange vor der Errichtung
diese Komplexes bekannt. Der Glaube, daß das Wasser des Neak Pean von allen
Krankheiten befreie, hat sich bis Heute erhalten. Ein großes rechteckiges
Becken im Zentrum enthält das zentrale Heiligtum mit zwei ineinander
verschlungenen Schlangen (Nagas), und war mit einem komplizierten System von
Wasserbecken versehen, ein Symbol, für den Weg, den die Seele vor ihrer
Befreiung durchlaufen muß.
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Bayon (Ende
12 Jh.): König Jayavarman VII.
Im Zentrum der unter den Khmer-Städten am stärksten befestigten Stadt, Angkor
Thom, thront der Bayon Tempel. Wenn Angkor Wat in seiner harmonischen
Vollkommenheit das klassische Beispiel der Khmer-Kunst darstellt, so gilt der
Bayon, der letzte Tempelbau im Gebiet Angkor, zu Recht als eine “Enzyklopädie
des Khmer-Lebens”. Der Bayon ist, trotz seiner gewaltigen Baumassen,
wesentlich kleiner als Angkor Wat und hat keine Umfriedung. Die Wand der
Äußeren Galerie ist in ihrer ganzen Länge von 600 m mit Reliefs überzogen,
die vom Leben des Khmer-Volkes und seinen Kampf gegen seine Feinde erzählen.
Elefantenterrasse,
Ende 12. Jh.: König Jayavarman VII.
Von den vier Eingangstoren Angkor Thoms führen die gleichmäßigen Allen zur
Elefantenterrasse. Diese etwa 300 m lange Terrasse, erhielt ihren Namen wegen
des Frieses und Darstellungen dieser Dickhäuter, der einen teil ihrer
Stützmauer bedeckt. Die Terrasse diente als Steinsockel der heute nicht mehr
erhaltenen "Loge" des König, seiner Familie und seines Gefolges
während festlicher Aufführungen vor der weiträumigen Manege.
Terrasse
des Leprakönigs, Ende 12. Jh.:
König Jayavarman VII.
Die Terrasse, im Norden der Elefantenterrasse, erhielt ihren Namen
von der Statue des Gottes "Yama". Diese Statue wurde für die
Abbildung eines Königs gehalten - wegen der Flechte, die sie bedeckte und für
Lepra gehalten wurde. Die Legende des Lepra-Königs war in Kambodscha schon
lange bekannt, zumal sie in den Flachreliefs am Bayon dargestellt ist. Es wurde
angenommen, daß diese Terrasse der Platz der königlichen Totenverbrennungen
war und das die großartigen Figuren in Flachreliefs an den Mauern die
Höhlenbewohner und ihre Wächter darstellen.
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